Ein kleiner Einblick in unseren Alltag…

Liebe Community –

heute wollen wir euch eine kleine Alltaggeschichte erzählen. Über die Sommer- und Feriensaison bekommen wir beinahe täglich Zuschriften von Touristen über unseren Mailaccount oder das Facebook Postfach von Menschen die in Griechenland Urlaub machen und verletzte oder hilfsbedürftige Katzen finden, nicht selten Kitten ohne Mutter oder Katzen in einem sehr schlechtem Gesundheitszustand.

Wie ihr wisst, unterstützten wir ausschließlich Privatpersonen, die unter Einsatz ihrer finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten täglich alles für die Straßentiere geben. Trotzdem ist das Leid groß – zu groß, auch für unsere Mädels vor Ort. Allzu oft haben wir dann noch Touristen, die sich an uns wenden um ihre Verantwortung abzugeben. Erwarten, dass wir in der nächsten Minute vor Ort sind und einen rundum Service mit Abholung, Versorgung und Pflege des Tieres leisten und das ganze natürlich auch finanziell stemmen – abgesehen von „kleinen Spenden“, die die meisten großzügig bereit seien zu zahlen.

ABER das ist nicht immer so – es gibt auch immer wieder wunderbare Geschichten von Menschen, die sich in ein Straßentier verlieben und ihm ein wunderschönes neues zu Hause in Deutschland, aber auch Österreich oder der Schweiz schenken wollen und uns um Hilfe bitten gemeinsam mit ihnen diesen Weg zu gehen und aus unserer Erfahrung schöpfend zur Seite zu stehen. Wie Heike und ihr Mann in diesem Sommer, die die kleine Elsie gerettet und nach Deutschland geholt haben. Die kleine Maus tauchte an ihrer Ferienwohnung auf, nach einigen Tagen Füttern und Umsorgen, war sehr schnell klar: sie gehört zu ihnen. Leider hatte sie einige größere Wunden. Auf unser Anraten hin sind sie ausgestattet mit einer Transportbox zu einem nahegelegenen Tierarzt gefahren um Elsie erstversorgen und impfen zu lassen, sowie ein Chip einpflanzen zu lassen und den EU-Pass auszustellen, der für eine Ausreise obligatorisch ist. Zudem helfen wir gern bei der Suche nach Flugpaten bzw. Kurzzeitpflegestellen, wenn die Tiere z.B. aufgrund fehlender Impfungen bzw. einzuhaltender Zeiträumen noch nicht reisen dürfen.

Diese Art der Unterstützung durch Touristen vor Ort brauchen die Straßentiere und die Tierschützer und wir als Tierschutzorga mit Sitz in Deutschland schätzen sie sehr. Dann helfen wir auch unglaublich gern mit unseren Erfahrungswerten. Tierschutz ist Gemeinschaftsarbeit – jeder kann seinen Anteil dazu leisten. Jeder wo er kann. Wir danken mit diesem Post allen, nicht nur Heike für Elsie, die sich dazu entscheiden einem Straßentier eine Perspektive, Liebe und ein zu Hause zu schenken und sich dabei nicht davor scheuen, selbst anzupacken, es anzugehen und aktiv zu werden, Geld in die Hand zu nehmen und gewisse Dinge organisieren zu müssen… und nicht wegzuschauen oder die Verantwortung auf andere abwälzen zu wollen, die unter dieser sowieso schon täglich zusammenzubrechen drohen.

Danke <3 – und auf eine erfolgreiche nächste Urlaubssaison 2020 Euer Sieben Leben e.V. Team


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